Presse





Tapping into TASP1


02. Februar 2012

SciBX on Science - Targets & Mechanisms

U.S. researchers have identified a small molecule that inhibits TASP1, a protease implicated in several cancers. They now plan to use the small molecule as a scaffold to design inhibitors of the enzyme to treat cancer.


...Roland Stauber, professor of molecular and cellular oncology at the Johannes Gutenberg University Mainz, said that “characterizing the active form of taspase-1 in vivo will be important for the rational design of strong taspase-1 inhibitors.”

Stauber and colleagues developed the first cell-based assays to dissect the function of TASP1 and also used them to identify two small molecules that partially inhibited the enzyme’s activity. He went on to point out that the existing crystal structure for TASP1 might not accurately mirror the form of the protease that should be targeted for therapeutic applications. Indeed, he thinks the rational design of potent TASP1 inhibitors has been challenging in part because the structure of the active protease in vivo is still unclear.

Stauber also wanted to see additional studies directly linking TASP1 to various types of cancer, including breast and brain cancer, as well as additional in vivo data showing that NSC48300 is indeed a specific TASP1 inhibitor...


By Kai-Jye Lou, Staff Writer BioCentury
Pressemitteilung


Bullensperma bevorzugt - Nanopartikel wählen Sperma mit y-Chromosom aus


18. Januar 2012

"Sexing" bei Rindern

Forscher um den Essener Chemiker Stephan Barcikowski haben eine Methode entwickelt, Spermien mit "männlichem" Chromosomensatz auszusortieren.

Sie greifen dazu zu Nanopartikeln, die sich an das y-Chromosom binden. Diese tragen die Gene für das männliche Geschlecht. Die meisten Landwirte und Rinderzüchter wollen nur weibliche Kälber, weil sie auf Milchproduktion setzen.

Prof. Stauber von der Universitätsmedizin Mainz

Forscher wissen, was Landwirte wollen: Sperma, das männliche Kälber bringt.
Bild: Prof. Roland Stauber, Universitätsmedizin Mainz.


Kommentiert wurde der Beitrag von Prof. Dr. Roland Stauber von der Mainzer Universitätsmedizin.

Quelle: 3sat nano-Sendung vom 18. Januar 2012



ZDFzoom - Nanotechnologie - unsichtbare Gefahr?


07. Dezember 2011

ZDFzoom beleuchtet eine boomende Technologie

Die Nanotechnologie hat unseren Alltag revolutioniert. Kleidung wird mit Nanopartikeln imprägniert, sie werden als Beschichtung auf Handy- und Computertastaturen, in Babytrinkflaschen und Spielzeug eingesetzt. Nano steckt in Kosmetik, Putzlappen und Lebensmittelverpackungen. Doch so klein die Teilchen auch sind, so groß ist das Problem...

In der ZDFzoom-Dokumentation "Unsichtbare Gefahr? Nanotechnologie im Einsatz" stellt Autorin Andrea Hauner Fragen nach Nutzen und Risiken: Wo überall ist Nanotechnologie vorhanden, und welche Risiken bestehen dabei für Mensch und Umwelt?

Wissenschaftler warnen
Nanopartikel sind so winzig, dass wir sie einatmen können. Sie dringen in Blut und Zellen ein. Untersuchungen haben ergeben: Manche Nanostoffe können zu Zellveränderungen führen. Verbraucherorganisationen und Wissenschaftler warnen.

"ZDFzoom"-Autorin Andrea Hauner begibt sich auf Spurensuche und stellt fest: Oftmals wissen wir gar nicht, wie viel Nano in welchen Produkten steckt. Nicht einmal Wissenschaftler, Verbraucherschützer und Behörden erfahren, in welchen Mengen die Industrie Nanotechnologie verwendet. Es gibt bisher keine Deklarationspflicht.

Immenser Wirtschaftszweig
Die Industrie geizt mit Informationen. Seit Jahren wird über eine Nanoregulierung diskutiert. Doch Verbraucherschützer, Experten, Politiker und Industrie können sich nicht einigen. Zu unterschiedlich sind die Interessen. Nanotechnologie ist ein immenser Wirtschaftszweig geworden. Die Schere zwischen Vermarktung und Risikoforschung klafft dabei immer weiter auseinander. Inzwischen kommen immer neue Nanoprodukte auf den Markt.

Quelle: ZDFzoom-Sendung vom 07. Dezember 2011


Gefährliches Nanosilber?


17. Oktober 2011

Nanosilber soll Keime sehr gut abtöten. Darum wird Nanosilber gerne in Hygieneprodukten oder Kleidung verarbeitet. Doch was ist mit den gesundheitlichen Folgen? Unbedenklich oder doch eine Gefahr?

Auch Prof. Stauber von der Universitätsmedizin Mainz kommt in diesem am 17. Oktober 2011 vom ZDF ausgetrahlten Beitrag zu Wort...


Quelle: WISO-Sendung vom 17. Oktober 2011



Kleine Unterschiede mit großer Wirkung – Wenn Nanopartikel auf lebende Systeme treffen


08. September 2011

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz führen systematische Untersuchungen zur Bindung von Eiweißstoffen an Nanopartikel durch

Unter der Federführung von Univ.-Prof. Dr. Roland Stauber von der Mainzer Universitäts-HNO-Klinik konnte ein Team von Wissenschaftlern zeigen, dass die Ausbildung von Eiweißhüllen bei Nanopartikeln bereits durch winzigste Größenunterschiede beeinflusst wird. Damit sind Nanoteilchen gleichen Materials, aber unterschiedlicher Größe in der Lage sich mit einem spezifischen Mantel an körpereigenen Eiweißen zu umhüllen. Dieser entscheidet letztendlich mit, wie lange sich die Nanopartikel im Körper aufhalten und welche Reaktionen sie auslösen. Die Ergebnisse der bei Bluteiweißen durchgeführten Studie sind kürzlich in der Fachzeitschrift „American Chemical Society - Nano“ (Tenzer et al., 2011) erschienen.

Die Innovationskraft der Nanotechnologie gilt nicht umsonst als Wachstumsmarkt der Zukunft. Bereits heute zeigt das breite Anwendungsspektrum von Nanomaterialien Auswirkungen in nahezu allen Lebensbereichen. Neben rein technischen Anwendungen beinhaltet dies auch zunehmend deren biomedizinischen Einsatz. Doch die Nutzung der immensen Potenziale erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit der Materie. Denn wie der menschliche Körper auf die „Winzlinge aus der Nano-Welt“ reagiert und welche Eigenschaften der Nanomaterialien diese Reaktion beeinflussen sind bislang noch nicht hinreichend bekannt.

Fest steht, dass sich aus der Umwelt aufgenommene oder für medizinische Zwecke bewusst in den Körper eingebrachte Nanomaterialien beim Kontakt mit Organen wie Lunge und Magen-Darm oder dem Blutsystem schlagartig verändern: So gibt es eine Vielzahl verschiedener „Biomoleküle”, zu welchen neben Eiweißstoffen auch verschiedene Fette und Zucker zählen, die rasch an die Oberfläche der Nanomaterialien binden. Damit präsentiert sich das Nanoteilchen dem Körper in einem völlig neuen „Kleid“, welches mitbestimmt, wie schnell die Nanomaterialien vom Körper ausgeschieden werden und welche Nebenwirkungen sie möglicherweise auslösen. Welche Biomoleküle an Nanopartikel binden und wie die von ihnen ausgebildete so genannte „Corona“ von den physikalisch-chemischen Eigenschaften der Nanomaterialien wie Größe, Material oder Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst wird, ist jedoch noch unverstanden.

Genau mit dieser Frage haben sich die Mainzer Forscher gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern in ihrer Studie beschäftigt, in der Silika-Nanopartikel mit einem Durchmesser von 20, 30 und 100 Nanometern untersucht wurden. „Während man bisher glaubte, dass nur einige Dutzend verschiedene Bluteiweiße an Nanopartikel binden, so konnten wir weit über hundert verschiedene Vertreter quantitativ nachweisen. Dabei stellten wir fest, dass sich bestimmte Blutplasma-Eiweiße an den Nanopartikeln stark anreichern“, fasst Prof. Stauber die Ergebnisse zusammen. „Überraschend war für uns zudem die Erkenntnis, dass bereits Größenunterschiede von nur 10 Nanometern genügen, um die Eiweiß-Signaturen unterschiedlich zu gestalten.“

Die Resultate der Studie werfen nicht nur eine Reihe neuer Fragen auf, sondern eröffnen auch neue Anwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise können sie zur Risikobewertung nanopartikulärer Stoffe für Mensch und Umwelt herangezogen werden. „Wir wissen, dass viele der gebundenen Eiweiße wie beispielsweise Antikörper, Gerinnungs- oder Entzündungsfaktoren eine wichtige physiologische Rolle im gesunden Organismus, aber auch bei Erkrankungen spielen. Die Herausforderung ist nun herauszufinden, welche der gebundenen Stoffe die Antwort des Körpers auf Nanopartikel letztendlich beeinflussen und über welche „Tricks“ man bereits bei der Herstellung der Nanoteilchen bestimmte Reaktionen vermeiden oder sogar kontrolliert verstärken kann“, resümiert Prof. Stauber. „Dies ist sicherlich keine leichte Aufgabe. Momentan werden wir in diesem Bereich sowohl über das DFG-Schwerpunkt-Programm SPP1313 als auch über das Verbundprojekt ‚NanoKon’ des Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, was uns erste Untersuchungen in dieser Richtung erlaubt. Die Komplexität der Materie erfordert dabei den Einsatz systematischer Verfahren, wie der am Institut für Immunologie etablierten Massenspektroskopie oder zellbasierten Hochdurchsatz-Testverfahren, welche uns am Mainz Screening Center zur Verfügung stehen“, so Stauber.

Die genaue Kenntnis der Vorgänge, welche sich an der „Nano-Bio Grenzfläche” abspielen, könnte nicht nur die medizinische „Schlagkraft“ Nanomaterial-basierter Anwendungen steigern, sondern auch zu einer verbesserten Risikoabschätzung für Industrieanwendungen beitragen.


Quelle: Universitätsmedizin Mainz, Pressemitteilung



Stipendien: Nicht nur für Superhirne


30. Juni 2011

Viele hoffen, ein Stipendium ergattern zu können, um sowohl die klamme Studentenkasse als auch den Lebenslauf aufzubessern.

Studiengebühren, die ersten eigenen Strom- und Wasserrechnungen, teure Lehrbücher... Die Liste der Ausgaben ist lang im Studentenleben. Und ein Nebenjob ist bei voller Beanspruchung durch die Uni meistens schwierig zu bewerkstelligen. Also, was tun?

Ein Stipendium erscheint den meisten als Königsweg, wenn es um die Studienfinanzierung geht – schließlich erhält man hier meist nicht nur Büchergeld und je nach Einkommen der Eltern Zuschüsse zum Lebensunterhalt, sondern auch ideelle Förderung, also Seminare, Sprachkurse, Ausflüge und mehr. Auch die Kontakte zu Professoren und den vielen Gastreferenten sind in Sachen Karriere nicht zu unterschätzen, und natürlich ergeben sich auch oft Freundschaften zu den Mitstipendiaten.

So ein Stipendium ist also eine rundum gute Sache. Aber welche Kriterien muss man eigentlich erfüllen, und eines zu bekommen? Bei den zwölf großen, staatlich geförderten Begabtenförderungswerken heißt es etwas vage, es ginge um die „individuelle Förderung hoch motivierter, qualifizierter und auch außerfachlich engagierter junger Studierender“. Das heißt nicht, dass du nur Einsen schreiben, fünf Sprachen sprechen und nebenbei noch ehrenamtlich engagiert sein musst. Im Gegenteil, meint Prof. Dr. Shirley Knauer, die die Auswahlseminare der Studienstiftung des Deutschen Volkes mitbetreut: „Uns geht es bei der Auswahl der Stipendiaten darum, ob der Bewerber eine interessante Persönlichkeit hat, und wie hoch die Eigenleistung ist. Das heißt, dass jemand aus einem eher benachteiligten Elternhaus, der trotzdem gute Leistungen und viel Initiative mitbringt, eher angenommen wird als jemand, dem seine wohlhabenden Eltern natürlich viel mehr ermöglichen können. Wir wollen die fördern, die selber etwas auf die Beine stellen, nicht die, die warten, bis ihnen alles in den Schoß fällt.“ Das geht so weit, erzählt sie, dass selbst Bewerber mit einem auf den ersten Blick nicht so ansprechenden Lebenslauf angenommen werden, weil sie im persönlichen Gespräch überzeugen.

Stipendien

Ein Streber muss man keinesfalls sein,

um sich für ein Stipendium zu bewerben. (Foto: KKoeppen/Jugendfotos)

Stipendien für alle
Das kann auch die Daniela (19) bestätigen, die in Dresden im zweiten Semester Psychologie studiert und Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes ist: „ Man muss wirklich kein Einser-Abi haben, um angenommen zu werden. Es geht dem Auswahlkomitee viel mehr um Engagement und um die Persönlichkeit: ich zum Beispiel habe im Jugendhaus meiner Stadt mitgeholfen und war im Abi-Komitee, das hat schon gereicht.“

Die Studienstiftung und die Hans-Böckler-Stiftung gehören zu den bereits erwähnten zwölf großen Stipendienwerken, aber es gibt unzählige kleinere Stiftungen, die teilweise gar nicht so viele Studenten fördern können, wie sie eigentlich möchten, weil sich einfach nicht genug von ihnen bewerben.
Einrichtungen wie den Studienfonds Ostwestfalen-Lippe oder den Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds kennt nun einmal nicht jeder, und teilweise sind die Kriterien kleinerer Stiftungen auch sehr spezifisch, wie zum Beispiel nur für Studenten einer bestimmten Uni oder eines bestimmten Fachbereichs. Auch viele Unternehmen haben eigene Stiftungen, die entweder ehemalige Auszubildende der jeweiligen Firma oder auch Studenten in Fachrichtungen, die für das Unternehmen interessant sind, fördern. Besonders wenn du dich für eines der so genannten MINT-Fächer interessierst, hast du hier gute Chancen, und die Jobchancen beim jeweiligen Unternehmen sind nach dem Studium sicher auch nicht so schlecht. Manche Stiftungen fördern auch Praktika oder Auslandsaufenthalte.

Egal für welche Variante unter den vielen Fördermöglichkeiten du dich entscheidest: sich zu informieren lohnt auf jeden Fall. Dafür haben wir dir die wichtigsten Links zum Thema Stipendien zusammengestellt:

Webseite der zwölf staatlich unterstützten Stipendienwerke: www.stipendiumplus.de
Stipendiendatenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: www.stipendienlotse.de
Datenbank des e-fellows-Netzwerks für Studium und Karriere:
www.e-fellows.net DAAD-Datenbank für Auslandsstipendien: www.daad.de

von Johanna Blees, Jugendzeitung YAEZ


Kampf gegen Krebszellen


07. April 2011
TUMORFORSCHUNG - Stiftung übergibt 70 000 Euro Fördergelder

Tumore im Kopf-Hals-Bereich sollen effektiver bekämpft werden. Mit 70 000 Euro fördert die „Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals“ zwei bundesweit herausragende wissenschaftliche Projekte, die erforschen, wie Krebszellen dauerhaft unschädlich gemacht werden können. Weitere Fördergelder, mehr als 50 000 Euro, sollen im Herbst bei der Kuratoriumssitzung in Wiesbaden vergeben werden. Es ist das höchste Preisgeld pro Jahr, das die Stiftung seit ihrer Gründung 1992 vergeben hat.

Kuratoriumsvorsitzender Otto Boehringer, Vorstandsvorsitzender  Richard Patzke und Vorstandsmitglied Prof. Wolf Mann überreichten die Preisurkunden im Rahmen eines festlichen Dinners beim Frühjahrstreffen des Kuratoriums im Favorite Parkhotel. Dankend nahmen Privatdozent Dr. Jürgen Brieger und Dr. Annette Affolter vom Labor für molekulare Tumorbiologie der Universitätsmedizin Mainz und Junior-Professorin Shirley Knauer vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie der Universität Duisburg-Essen die Fördermittel der Stiftung entgegen.




Die Preisträger der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals:
Jun.-Prof. Dr. Shirley Knauer (2.v.l.), Dr. Annette Affolter (5.v.l.)
und PD Dr. Jürgen Brieger (vorne, 4.v.r.). Foto: Judith Wallerius.



Die Mainzer Wissenschaftler befassen sich mit der Frage, weshalb einige Krebszellen durch Bestrahlung regelrecht zum Wachstum angeregt werden. Sie möchten die Schutzmechanismen der Krebszelle durch Medikamente hemmen und die Strahlenresistenz überwinden.

Die 34-jährige Professorin aus Nordrhein-Westfalen untersucht die Wirkung des Proteins Survivin auf Krebszellen und Mikro-Umgebung. Sie hat festgestellt, dass ein Tumor das umgebende Gewebe verändern kann, um besser zu wachsen. Dieses Zusammenspiel von Krebszelle und Umgebung möchte sie „stören“.

„Gefördert werden Projekte, die das Potenzial haben, schnell den Sprung vom Labor in den klinischen Alltag zu schaffen und damit bestehende Therapien nachhaltig verbessern“, erläuterte Mann, Mitbegründer der Stiftung. Das Stiftungskapital sei von anfänglich 100 000 D-Mark auf mittlerweile rund zwei Millionen Euro angewachsen. Jede Spende fließe zu hundert Prozent in die Forschung; sämtliche administrative oder sonstige Kosten würden
zusätzlich erbracht, betonte Patzke.

Tumore im Kopf-Hals-Bereich sind die fünfthäufigste Krebserkrankung weltweit; nicht einmal 50 Prozent der Erkrankten überleben derzeit die ersten fünf Jahre nach der Diagnose.


Quelle: Mainzer Allgemeine Zeitung, von Barbara Malik.



Kampf gegen Krebszellen


07. April 2011

TUMORFORSCHUNG - Stiftung übergibt 70 000 Euro Fördergelder / Im Herbst folgen weitere 50 000 Euro


Die HNO-Klinik der UniversitätsmeTUMORFORSCHUNG Stiftung übergibt 70 000 Euro Fördergelder / Im Herbst folgen weitere 50 000 Euro

Tumore im Kopf-Hals-Bereich sollen effektiver bekämpft werden. Insgesamt 70 000 Euro hat die „Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals“ jetzt für zwei bundesweit herausragende wissenschaftliche Projekte vergeben, die erforschen, wie Krebszellen dauerhaft unschädlich gemacht werden können. Im Blick stehen Krebszellen, die Schutzmechanismen gegen Chemotherapie und Bestrahlung entwickeln. Es ist das höchste Preisgeld, das die Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 1992 ausgeschüttet hat. Weitere Fördergelder - mehr als 50 000 Euro - werden schon im Oktober während eines Kuratoriumstreffens in Wiesbaden an junge Wissenschaftler übergeben.

Störfaktor aufbauen
Kuratoriumsvorsitzender Otto Boehringer, Vorstandsvorsitzender Richard Patzke und Vorstandsmitglied Professor Wolf Mann überreichten die Preisurkunden im Rahmen eines festlichen Dinners beim Frühjahrstreffen im Favorite Parkhotel in Mainz. Privatdozent Dr. Jürgen Brieger und Dr. Annette Affolter vom Labor für molekulare Tumorbiologie der Universitätsmedizin Mainz sowie Junior-Professorin Shirley Knauer vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie der Universität Duisburg-Essen stellten anschaulich ihre Arbeiten vor, die Hoffnung machen.





Entwickeln neue Krebstherapien: die Preisträger der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals,
Junior-Professorin Dr. Shirley Knauer (2.von links), Dr. Annette Affolter (Mitte)
und Privatdozent Dr. Jürgen Brieger (vorne, 4.von rechts) inmitten der Stiftungsaktiven. Foto: Wallerius


Die Mainzer Wissenschaftler befassen sich mit der Frage, weshalb einige Krebszellen durch Bestrahlung regelrecht zum Wachstum angeregt werden. Sie möchten die Schutzmechanismen der Krebszelle durch Medikamente hemmen und die Strahlenresistenz überwinden. Die junge Professorin aus Nordrhein-Westfalen, die früher in Mainz forschte, untersucht die Wirkung des Proteins Survivin auf Krebszelle und Mikro-Umgebung. Sie hat festgestellt, dass ein Tumor das umgebende Gewebe verändern kann, um besser zu wachsen. Dieses Zusammenspiel von Krebszellen und Umgebung möchte sie „stören“.

„Gefördert werden Projekte, die das Potenzial haben, schnell denSprung vom Labor in den klinischen Alltag zu schaffen und damit bestehende Therapien nachhaltig verbessern“, erläuterte Professor Mann. Er ist ebenso Mitbegründer der Stiftung wie der verstorbene Wiesbadener Messebauer Dieter Haupt, dessen Tochter Anja Haupt-Kilian heute im Vorstand engagiert ist. Das Stiftungskapital sei von 100 000 DM auf nun rund zwei Millionen
Euro angewachsen. Jede Spende fließe zu 100 Prozent in die Forschung, betonte Patzke. Tumore im Kopf-Hals-Bereich sind die fünfthäufigste Krebserkrankung weltweit; nicht einmal 50 Prozent der Erkrankten überleben derzeit die ersten fünf Jahre nach der Diagnose.


Quelle: Wiesbadene
r Kurier, von Barbara Malik.



Auf dem Weg in die Praxis


29. März 2011
TUMORFORSCHUNG - Stiftung unterstützt Suche nach Krebsmedikamenten

Die HNO-Klinik der Universitätsmedizin in Mainz ist bundesweit in der Tumorforschung im Kopf-Hals-Bereich mit an der Spitze. Die alles beherrschende Frage der Wissenschaftler lautet: Wie schützen sich Krebszellen vor Therapien wie Bestrahlung oder Chemotherapie? Oder anders gesagt: „Wie können Krebszellen dauerhaft unschädlich gemacht werden?“ Denn die Prognosen für Patienten mit Tumoren im Hals-Kopf-Bereich stehen schlecht: „Nicht einmal 50 Prozent der Erkrankten überleben fünf Jahre nach der Diagnose. Neue Therapien sind deshalb eine Frage über Leben und Tod“, sagt Prof. Dr. Wolf Mann. In Rheinland-Pfalz kommt diese Krebsart am sechsthäufigsten vor.

Deutschlandweit erkranken von 100 000 Menschen jedes Jahr 16 Menschen neu an einem Tumor im Kopf-Hals-Bereich. Die Forschungsprojekte an der HNO-Klinik basieren auf zwei unterschiedlichen Ansätzen, die beide innerhalb weniger Jahre Erfolg versprechend in die Praxis übertragen werden:

Eine Forschungsgruppe erforscht gerade, wie das tumorfördernde Eiweiß „Survivin“ unterdrückt werden kann. Hier hat Prof. Dr. Roland Stauber unter tausenden Substanzen wie eine Nadel im Heuhaufen einige wenige isoliert, denen möglicherweise solche Eigenschaften zugrunde liegen könnten. Derzeit überprüfen er und seine Arbeitsgruppe gerade anhand von Tierversuchen, ob „Survivin“ tatsächlich unschädlich gemacht werden kann. Die Schwelle vom Labor zur Praxis ist also überschritten.

Die zweite Gruppe um Dr. Jürgen Brieger möchte gezielt Medikamente entwickeln oder bestehende Medikamente aus anderen Bereichen anwenden, die zusätzlich zu den herkömmlichen Therapien injiziert werden. Diese sollen das Wachstum der Krebszellen, ausgelöst durch den so genannten Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF), verhindern: „Zellen haben die Eigenschaft, dass sie, wenn sie angegriffen werden, immer eine neue Tür suchen, um sich zu vermehren. Und diese Türen versuchen wir zu schließen, indem wir praxistaugliche Medikamente zusätzlich zu herkömmlichen Therapien geben“, erläutert Mann.

Der europaweit gefragte Experte ist einer der Initiatoren der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals. Denn die Forschungen wollen finanziert sein und ein großer Teil der beschriebenen Forschungen basiert auf Stiftungsgeldern.

„Die Stiftung leistet hier Anschubfinanzierungen für Erfolg versprechende Projekte, die ohne private Unterstützung nicht möglich wären“, sagt Richard Patzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals, die von Unternehmern und Privatpersonen aus Mainz und Wiesbaden unterstützt wird. „Jeder Cent der Spenden fließt bei uns zu 100 Prozent in die Forschungsprojekte, wir wenden kein Geld für Verwaltung auf und beschäftigen keine bezahlten Fundraiser“, betont Patzke.

Als Erfolg versprechende Projekte gelten diejenigen, die schnell den Weg vom Labor in die klinische Relevanz schaffen, wie die beiden genannten, bei denen Prof. Mann mit einer klinischen Einführung in fünf bis acht Jahren rechnet.

Tumorforschung an der Universitätsmedizin Mainz

Richard Patzke und Prof. Dr. Wolf Mann lassen sich von Dr. Jürgen Brieger (v.l.)
aktuelle Forschungsergebnisse erläutern. Foto: Rückert


Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz, erschienen in der Rubrik "Stadt der Wissenschaft", von Gabi Rückert



Mainz: Forschungsverbund zu Nanotechnologie und Gesundheit


25. Januar 2011

Wie sich sogenannte Nanoteilchen mit der komplexen Architektur der Atemwege auseinandersetzen, untersucht der Forschungsverbund „BIONEERS“ unter Leitung von Roland Stauber aus der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Universitätsmedizin Mainz.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Münster und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin erforschen sie unter anderem, ob und wie Teilchen eventuell in Körperzellen gelangen und was sie dort auslösen könnten.

Die Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und nimmt damit Einfluss auf zahlreiche Entwicklungen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Sie ist weltweit einer der Wachstumsmärkte der Zukunft. Nanopartikel sind etwa so groß wie typische Biomoleküle und können deshalb von den Zellen aufgenommen werden.

„Was passiert jedoch in einer Zelle, die Nanopartikeln ausgesetzt ist? Über welche Wege werden die winzigen Teilchen von der Zelle aufgenommen? Wie können sie die Ordnung in den Zellen stören und was bedeutet dies letztlich für den Menschen?“, erläuterte Stauber einige der zentralen Forschungsfragen.

Viele Nanoteilchen – etwa in Sprays oder im Feinstaub – verbreiteten sich hauptsächlich über die Luft. Die Atemwege seien die Haupteintrittspforte für Luftschadstoffe und –partikel und eine der am empfindlichsten auf Schadstoffe und Partikel reagierenden Organe.

„Gerade daher erfordert die Nutzung der immensen Potenziale einen verantwortungsvollen Umgang mit der
Materie. Denn wie der menschliche Körper auf die ‚Winzlinge aus der Nano-Welt’ reagiert ist bislang nicht
hinreichend untersucht“, hieß es aus der Arbeitsgruppe.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt



Exzellenz von Nano-Forschungverbund „BIONEERS“ erneut bestätigt


24. Januar 2011

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert Verbundprojekt auch in der zweiten Phase des Schwerpunkt-Programm SPP1313 „Biological Responses to Nanoscale Particles“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird auch in den kommenden drei Jahren die Forschung nach biologischen und gesundheitsrelevanten Wirkungen von Nanopartikeln auf die Atemwege fördern. Unter der Federführung von Prof. Dr. Roland Stauber von der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik und Poliklinik wollen die Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz, zu denen auch eine Gruppe um Prof. Dr. Charles Kirckpatrick vom Institut für Pathologie gehört, gemeinsam mit ihren Kollegen von der Universität Münster und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin, herausfinden, wie sich Nanoteilchen mit der komplexen Architektur der Atemwege auseinandersetzen. Auch soll geklärt werden ob und wie Teilchen eventuell in Körperzellen gelangen und was sie dort auslösen können.

Die Nanotechnologie ist die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und nimmt damit Einfluss auf zahlreiche Entwicklungen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Daher gilt diese Technologie weltweit auch als einer der Wachstumsmärkte der Zukunft. Viele Nanoteilchen – etwa in Sprays oder im Feinstaub – verbreiten sich hauptsächlich über die Luft. Mit ihrer enormen Gasaustauschoberfläche in der Größe eines Fußballplatzes und einer eingeatmeten Luftmenge von mehr als 10.000 Liter pro Tag sind die Atemwege Haupteintrittspforte für Luftschadstoffe und -partikel und eine der am empfindlichesten auf Schadstoffe und Partikel reagierenden Organe. Gerade daher erfordert die Nutzung der immensen Potenziale einen verantwortungsvollen Umgang mit der Materie.

Denn wie der menschliche Körper auf die „Winzlinge aus der Nano-Welt“ reagiert ist bislang nicht hinreichend untersucht. Das Besondere: Nanopartikel sind etwa so groß wie typische Biomoleküle und können deshalb – ähnlich wie Eiweißstoffe – von den Zellen aufgenommen werden. „Was passiert jedoch in einer Zelle die Nanopartikeln ausgesetzt ist? Über welche Wege werden die winzigen Teilchen von der Zelle aufgenommen? Wie können sie die Ordnung in den Zellen stören und was bedeutet dies letztlich für den Menschen? Das sind viele Fragen, auf welche die BIONEERe zwar bereits erste Antworten erarbeiten konnten, deren Zusammenspiel allerdings noch nicht verstanden ist.

Um diese Mosaiksteinchen zu einem Gesamtbild weiter zusammenzufügen verzichten die Wissenschaftler auf Tierversuche und setzen hingegen auf realitätsnahe in vitro-Prüfsysteme. Dabei gilt es insbesondere das Lungenmodell im Reagenzglas weiter zu perfektionieren. Hierbei liegt der Fokus auf den Epithelzellen der Atemwege mit dem so genannten „Lungen-Surfaktant“, also dem dem komplexen und lebenswichtigen Feuchtigkeitsfilm auf der Oberfläche der Lungenzellen. Der Teufel steckt dabei im Detail: denn aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften tendieren die „Winzlinge“ dazu sich zu binden und dann zu interagieren. So können sich möglicherweise die Eigenschaften grundlegend ändern. Um dies zu erkennen und zu verstehen ist jedoch eine präzise Untersuchung einer Vielzahl verschiedenster Parameter erforderlich. Hierfür und um diese arbeitsintensiven Anforderungen zeitnah zu bewältigen zu können greifen die Wissenschaftler seit kurzem auf neue Mikroskopiertechniken in Verbindung mit einem speziellen Roboter-System zurück, welche im so genannten Mainzer Screening Center (MSC) an der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt werden.

„Das Geheimnis des Erfolgs der BIONEERe sind nicht nur innovative Technologien, sondern insbesondere die Bereitschaft der Zusammenarbeit unter diesen fachlich unterschiedlichen Disziplinen. So ist ein Forschungsverbund entstanden, der mehr darstellt als nur die Summe seiner Einzelteile. Er erlaubt uns die komplexen Geschehnisse an der Nano-Bio Grenzfläche zu verstehen“, erläutert der Leiter des Forschungsverbundes Prof. Dr. Roland Stauber von der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz.  
 
„Da die Nanotechnologie in immer mehr Lebensbereiche vordringt, ist die Frage nach möglichen gesundheitsschädigenden Auswirkungen mehr als berechtigt. Wir brauchen hier verlässliche Antworten, für die der Nano-Forschungverbund „BIONEERS“ die richtigen Instrumente besitzt“, unterstreicht der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban.

Quelle: Universitätsmedizin Mainz, Pressemitteilung
Pressemitteilung


Nanoskalige Kontrastmittel unter die Lupe genommen


18. November 2010

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz untersuchen Gesundheitsauswirkungen von Nanopartikeln

Mit rund 300.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Forschungsprojekt an der
Universitätsmedizin Mainz zur Auswirkung von Nanopartikeln auf den Magen-Darm-Trakt. Ob es darum geht,
Medikamente punktgenau und wohldosiert an den gewünschten Ort zu bringen oder Krankheiten früher und
besser zu erkennen – Nano-Teilchen sind Hoffnungsträger aktueller und zukünftiger biomedizinischer
Anwendungen. Neben der medizinischen „Schlagkraft“ muss jedoch sichergestellt werden, dass die Nanopartikel
ihrerseits nicht den menschlichen Organismus belasten. Genau dazu wollen die Mainzer Forscher gemeinsam mit
ihren Kooperationspartnern systematisch herausfinden, wie Zellen auf die kleinen Helfer reagieren und was diese
dort auslösen. Eingebunden ist das Vorhaben in das intersdisziplinäre Verbundprojekt „NanoKon“, welches im
Oktober gestartet wurde...

Quelle: Universitätsmedizin Mainz, Pressemitteilung
Pressemitteilung

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Es geht um Leben und Tod


22. Oktober 2010

FÖRDERPREIS - Junge Wissenschaftler arbeiten an neuen Krebstherapien

Eine junge Frau steht vor einem aufmerksamen Publikum, sie spricht über Leben und Tod, sie spricht über spezielle „Killerzellen“, die Jagd auf versteckte Tumorzellen machen, sie erläutert eine neue Therapiemöglichkeit, die bei bisher hoffnungslosen Fällen Erfolg versprechend sein könnte. Im Hotel Nassauer Hof war das Kuratorium der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals zusammengekommen, um zwei Förderpreise von je 25 000 Euro zu vergeben. Diplom-Biologin Christina Susanne Mullins von der Uniklinik Rostock ist zusammen mit dem Mediziner Dr. Carl Friedrich Classen für ihre Arbeit ausgezeichnet worden. Professor Dr. Roland Stauber von der HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz erhielt ebenfalls den Alexander-Karl-Preis. Er ist nach dem verstorbenen Autohaus-Chef Alexander Karl benannt, der eine Stiftung gegründet hatte.

Wenn Chemo- und Strahlentherapie sowie Operationen bei Hirntumoren versagen, bedeutet dies meist das Todesurteil für die Betroffenen. 16 000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einem Tumor im Kopf-Hals-Bereich. Vorstandsmitglied Professor Dr. Wolf Mann (Universitätsklinik Mainz) nannte die Arbeiten der Rostocker Biologin mit ihrem Kollegen aus der Medizin sowie das Langzeit-Projekt des Mainzer Spezialisten Stauber vielversprechend. Von mehreren Gutachtern sind laut Mann die eingereichten Studien geprüft worden.

Die von Mullins vorgestellte spezielle Impfbehandlung, die sogenannte dentrische Zellvakzine, könnte in Zukunft die Heilungsrate deutlich verbessern. Nach der Operation werden aus frisch gewonnenem bösartigem Gewebe Extrakte hergestellt, dann auf die dentrischen Zellen geladen und im Labor stimuliert. Nach einem festen Plan werden sie dem Kranken gespritzt, wodurch die „Killerzellen“ entstehen. Dieses Verfahren sei in Belgien bereits bei bestimmten Hirntumoren angewandt worden und habe zu einer Ein-Jahres-Überlebensrate von 90 Prozent geführt. Bei der üblichen Behandlung beträgt diese Rate nur 40 Prozent, klärte Professor Mann auf. Roland Stauber, Inhaber der Stiftungsprofessur der Tumorforschung in Mainz, hat, „die Nadel im Heuhaufen gesucht“. Sein Team testete 17 000 chemische Substanzen in einem Spezialverfahren und filterte solche heraus, die sich als Krebstherapeutika eignen könnten. Bis zum Einsatz ist es noch ein langer Weg. Der Preis soll, sagt Stiftungsvorsitzender Richard Patzke, helfen, die Kluft zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anbindung zu überbrücken.

Verleihung des Alexander Karl-Preises 2010

Die Stiftung Tumorforschnung Kopf- Hals vergab ihre
Förderpreise an
Christina Mullins (links) und Prof. Dr. Roland Stauber (Mitte).
Mit im Bild (von rechts): Prof. Wolfgang Strutz, Dr. Klaus Adam, Prof. Dr. Wolf Mann, Peter Ditsch, Richard Patzke, Professor Dr. Reinhard Urban, Anja Haupt und Peter Geipel.

Quelle: Allgemeine Zeitung, von Ingeborg Salm-Boost.
Allgemeine Zeitung


Forschen für neue Hoffnung


22. Oktober 2010

TUMORSTIFTUNG Fördermittel für die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen

Eine junge Frau steht vor einem aufmerksamen Publikum, sie spricht über Leben und Tod, sie spricht über spezielle „Killerzellen“, die Jagd auf versteckte Tumorzellen machen, sie erläutert eine neue Therapiemöglichkeit, die bei bisher hoffnungslosen Fällen Erfolg versprechend sein könnte. Im Hotel Nassauer Hof war das Kuratorium der Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals zusammengekommen, um zwei Förderpreise von je 25 000 Euro zu vergeben.

Diplom-Biologin Christina Susanne Mullins von der Uniklinik Rostock ist zusammen mit dem Mediziner Dr. Carl Friedrich Classen für ihre Arbeit ausgezeichnet worden. Professor Dr. Roland Stauber von der HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz erhielt ebenfalls den Alexander-Karl-Preis. Er ist nach dem verstorbenen Autohaus-Chef Alexander Karl benannt, der eine Stiftung gegründet hatte.


Wenn Chemo- und Strahlentherapie sowie Operationen bei Hirntumoren versagen, bedeutet dies meist das Todesurteil für die Betroffenen. 16 000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einem Tumor im Kopf-Hals-Bereich. Vorstandsmitglied Professor Dr. Wolf Mann (Uni Mainz) nannte die Arbeiten der Rostocker Biologin mit ihrem Kollegen aus der Medizin sowie das Langzeit-Projekt des Mainzer Spezialisten Stauber vielversprechend. Von mehreren Gutachtern sind laut Mann die eingereichten Studien geprüft worden.

Die von Mullins vorgestellte spezielle Impfbehandlung, die sogenannte dentrische Zellvakzine, könnte in Zukunft die Heilungsrate deutlich verbessern. Nach der Operation werden aus frisch gewonnenem bösartigem Gewebe Extrakte hergestellt, dann auf die dentrischen Zellen geladen und im Labor stimuliert. Nach einem festen Plan werden sie dem Kranken gespritzt, wodurch die „Killerzellen“ entstehen. Dieses Verfahren sei in Belgien bereits bei bestimmten Hirntumoren angewandt worden und habe zu einer Ein-Jahres-Überlebensrate von 90 Prozent geführt.

Roland Stauber, Inhaber der Stiftungsprofessur der Tumorforschung in Mainz, hat, „die Nadel im Heuhaufen gesucht“. Sein Team testete 17 000 chemische Substanzen in einem Spezialverfahren und filterte solche heraus, die sich als Krebstherapeutika eignen könnten. Bis zum Einsatz ist es noch ein langer Weg. Der Preis soll, sagt Stiftungsvorsitzender Richard Patzke, helfen, die Kluft zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anbindung zu überbrücken.
Möglicherweise können in einigen Jahren Nanopartikel gespritzt werden und Tumore im Kopf- und Halsbereich erfolgreich bekämpfen.

Quelle: Wiesbadener Tagblatt, von Ingeborg Salm-Boost.



Preis für Tumorforschung


19. Oktober 2010

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals mit Sitz in Wiesbaden wird morgen im Hotel Nassauer Hof zum zweiten Mal den Alexander-Karl-Förderpreis für junge Wissenschaftler verleihen. Die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung geht an Professor Dr. Roland Stauber von der HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz und an Dr. Carl-Friedrich Classen sowie Diplom-Biologin Christina Susanne Mullins von der Kinder- und Jugendklinik der Uniklinik Rostock.

An der Gründung der Stiftung war 1992 der inzwischen verstorbene Wiesbadener Veranstaltungsmanager und Messebauer Dieter Haupt beteiligt. Der Alexander-Karl-Preis ist nach dem 2009 verstorbenen Autohändler Alexander Karl benannt.


Quelle: Wiesbadener Kurier.



Schwerhörigkeit kann einsam machen


21. Mai 2010

Vortragsabend der Reihe „Medizin: Faszination Forschung“: Experten erläutern verschiedene Aspekte rund um Hörfähigkeit und Hörgeräte

"Nicht sehen können trennt von den Dingen, aber nicht hören können trent von den Menschen."
Mit diesem Kant-Zitat begann der Vortragsabent mit dem Thema "Für ein offenes Ohr"....

Quelle: Rhein Zeitung.
Rhein Zeitung


Rat und Hilfe bei Hörproblemen


19. Mai 2010

MAINZ. In der Vortragsreihe "Medizin: Faszination Forschung" geht es am heutigen Mittwoch rund um das Gehör. Die Professoren Wolf Mann, Roland H. Stauber und Annerose Keilmann sind ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie, Gebäude 505H, auf dem Gelände der Universitätsmedizin zu hören...


Quelle: Rhein Zeitung.
Rhein Zeitung


Über den schwierigen Weg von der Geräuschquelle zum Gehirn


15. Mai 2010

Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, Sprachstörungen als Folge von Hörproblemen und mögliche Therapien dagegen: Der nächste kostenlose
Vortragsabend der Reihe „Medizin: Faszination Forschung“ wirft einen Blick auf die moderne Forschung rund ums Hören...

Quelle: Rhein Zeitung.
Rhein Zeitung


Für ein offenes Ohr


19. Mai 2010

Vierter Vortragsabend der Reihe „Medizin: Faszination Forschung“ gibt am 19. Mai Einblick in aktuelle
Forschungsprojekte an der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik

Bei dem vierten Vortragsabend der Reihe „Medizin: Faszination Forschung“ am Mittwoch, 19. Mai 2010, dreht sich ab 19.15 Uhr alles um das Ohr. Bei der gemeinsamen Veranstaltung der Universitätsmedizin Mainz, der Medizinischen Gesellschaft und der Mainzer Rhein-Zeitung berichten Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann, Univ.-Prof. Dr. Annerose Keilmann sowie Univ.-Prof. Dr. Roland Stauber von Problematiken sowie aktuellen und zukünftigen Behandlungsmethoden bei Hörschäden. Geplant sind drei Vorträge mit jeweils 20 Minuten. Anschließend ist Zeit für Fragen. Der kostenlose Vortragsabend findet im Hörsaal der Chirurgie (Geb. 505H), Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz, statt. Der Weg ist ausgeschildert. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

In der Einführung erklärt Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolf Mann, Direktor der Hals-, Nasen-, Ohren- Klinik und Poliklinik – Plastische Operationen, welche Bedeutung ein gutes Gehör für den Menschen hat. In seinem Vortrag geht es weiterhin um die anatomischen Voraussetzungen und die Funktion des Ohres. Prof. Mann geht auch auf verschiedene Erkrankungen und unterschiedliche therapeutische Möglichkeiten ein, wie hörverbessernde Operationen, Mittelohrimplantate sowie Cochlea-Implantate.

Univ.-Prof. Dr. Annerose Keilmann, Leiterin des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen an der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik und Poliklinik – Plastische Operationen, erläutert dann genauer, wann Hörgeräte zum Einsatz kommen und wie üblicherweise vorgegangen wird. Untersuchungen zeigen, dass Patienten, die keine Hörgeräte nutzen, obwohl sie schwerhörig sind, Gefahr laufen, immer weniger zu verstehen. Eine Versorgung mit Hörgeräten führt sogar zu einer Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit. Hörgeräte von heute verfügen über viele technische Möglichkeiten, die die Qualität des Hörens wesentlich gesteigert haben.

Beim Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Roland Stauber von der Forschungsabteilung der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik und Poliklinik – Plastische Operationen werden die Vorlesungsgäste erfahren, dass zukünftig neben technischen Raffinessen auch körpereigene molekulare Mechanismen eingespannt werden sollen, um Hörverlust vorzubeugen und zu behandeln. Erste Ergebnisse aus Tiermodellen weisen bereits auf bestimmte Eiweißstoffe hin, welche das Überleben von Hörzellen sichern. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen letztendlich auch zum Schlüssel neuer otologischer Therapieprinzipien werden.

Weitere Termine:
16.06.2010: Für ein heiles Gehirn – Interdisziplinäre Forschung zu Hirndurchblutungsstörungen

Ansprechpartner
Stabsstelle Kommunikation und Presse
Diplom Betriebswirtin Caroline Bahnemann, Tanja Rolletter M.A., Dana Rohmer B.A., Dr. Renée Dillinger-Reiter

Quelle: Universitätsmedizin Mainz, Pressemitteilung



Mittel für Forschung nie ausreichend


29. April 2010

Förderpreise

Stiftung "Tumorforschung Kopf-Hals" zeichnet aus/Professor Strutz neuer Ehrenvorsitzender

Seit 18 Jahren setzt sich die Stiftung "Tumorforschung Kopf-Hals" für Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich ein. Jährlich vergibt die Stiftung deshalb Preise, um Pilotstudien und Projekte junger Wissenschaftler zu unterstützen. Nun gingen die Förderpreise an die Biochemikerin Carolin Bier von der Arbeitsgemeinschaft Molekulare und Zelluläre Onkologie an der Universitätsmedizin Mainz und an die Biologin Christina Crusius vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, HNO-Forschungslabor. Die Wissenschaftlerinnen waren von der Jury aus rund 30 Bewerbungen ausgewählt worden...


Förderpreise 2010

Die Stiftung Tumorforschnung Kopf- Hals vergab ihre
Förderpreise an Carolin Bier (links) und Christina Crusius (Mitte).
Die Schecks überreichten im Beisein weiterer Stiftungsaktiver und Förderer
Richard Patzke (links) und Professor Dr.Wolf Mann. Foto: hbz/Bahr


Quelle: Wiesbadener Tagblatt, erschienen unter der Rubrik REGION WIESBADEN

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Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals verleiht Stipendien


28. April 2010

Beim 16. Treffen des Kuratoriums der Stiftung „Tumorforschung Kopf-Hals“ sind zwei Förderpreise an Diplom-Biochemikerin Carolin Bier von der Arbeitsgemeinschaft Molekulare und Zelluläre Onkologie an der Universitätsmedizin Mainz (24 000 Euro) sowie an Diplom-Biologin Christina Crusius vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein HNO-Forschungslabor (26 000 Euro) verliehen worden.

Ziel ist es, mit den Förderpreisen Pilotstudien und Projekte junger Wissenschaftler zur Tumorforschung im Kopf-Hals-Bereich zu unterstützen. Gewürdigt wurde die Arbeit von Carolin Bier am Forschungsprojekt: „Analyse der prognostischen Relevanz und des onkogenen Potenzials von Taspase1 – eine neue Protease bei Kopf-Hals-Tumoren“. Tumorzellen benötigen für ihr Überleben und ihre weitere Ausbreitung im menschlichen Körper Eiweißmoleküle, die in der Lage sind, Eiweiße von gesundem tumorumgebenden Gewebe zu spalten...


Quelle: Mainzer Rhein Zeitung, erschienen im Lokalteil



Wissenschaftler in der Krebsforschung erhalten Förderpreise


28. April 2010

Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals vergibt zwei Stipendien mit einem Gesamtvolumen von 50.000
Euro

Beim 16. Treffen des Kuratoriums der Stiftung „Tumorforschung Kopf-Hals“ sind zwei Förderpreise an Dipl. Biochem. Carolin Bier von der Arbeitsgemeinschaft Molekulare und Zelluläre Onkologie an der Universitätsmedizin Mainz (24.000 Euro) und Dipl.-Biol. Christina Crusius vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein HNO-Forschungslabor (26.000 Euro) verliehen worden. Ziel ist es, mit den Förderpreisen Pilotstudien und Projekte junger Wissenschaftler zur Tumorforschung im Kopf-Hals-Bereich zu unterstützen...


Quelle:
Universitätsmedizin Mainz, Pressemitteilung
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Stecknadel im Heuhaufen


04. Februar 2010

Neues Screening-Center

Mit rund 360 000 Euro fördern die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Land die Etablierung
eines Hochdurchsatz-Screening-Centers zum Auffinden neuer Wirkstoffe an der Universitätsmedizin Mainz. Mit dem künftigen Mainzer Screening Center, kurz MSC genannt, können bei der Suche nach neuen Medikamenten in relativ kurzer Zeit Tausende von Substanzen getestet und neue Mechanismen für krankheitsrelevante Wirkstoffe aufgedeckt werden. Das MSC ist dann in Rheinland-Pfalz bislang das erste und einzige seiner Art, deutschlandweit gibt es derzeit nur acht.

Prof. Dr. Roland Stauber, Leiter der Forschungsabteilung "Molekulare und zelluläre Onkologie" an der von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Mann geführten HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz, soll dem Zentrum vorstehen.
 

Die Nadel im Heuhaufen finden...

Hochdurchsatz-Screening: Die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen....



Quelle: Mainzer Allgemeine Zeitung, erschienen unter der Rubrik UNIMEDIZIN

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Stecknadel im Heuhaufen


01. Februar 2010

Neues Screening-Center

Mit rund 360 000 Euro fördern die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Land die Etablierung
eines Hochdurchsatz-Screening-Centers zum Auffinden neuer Wirkstoffe an der Universitätsmedizin Mainz. Mit dem künftigen Mainzer Screening Center, kurz MSC genannt, können bei der Suche nach neuen Medikamenten in relativ kurzer Zeit Tausende von Substanzen getestet und neue Mechanismen für krankheitsrelevante Wirkstoffe aufgedeckt werden. Das MSC ist dann in Rheinland-Pfalz bislang das erste und einzige seiner Art, deutschlandweit gibt es derzeit nur acht.

Prof. Dr. Roland Stauber, Leiter der Forschungsabteilung "Molekulare und zelluläre Onkologie" an der von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Mann geführten HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz, soll dem Zentrum vorstehen...



Quelle:
Universitätsmedizin Mainz, Pressemitteilung
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Kampf gegen Tumore


04. November 2009

Stiftung Kopf-Hals vergibt Preise an Mainzer Medizinerinnen


Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals (Wiesbaden) fördert seit 16 Jahren zukunftsweisende
Behandlungsmethoden in der Krebsforschung, um die lebensbedrohenden Risiken der Krankheit zu mindern. Das geschieht vor allem durch Förderpreise, Pilotstudien und Projektanreize, mit denen die Stiftung junge deutsche Wissenschaftler in Forschung und Lehre begleite, berichtete Stiftungs-Vorstandsmitglied Professor Dr. Wolf Mann (Mainz) bei einem Kuratoriumtreffen in Wiesbaden, zu dem sich Repräsentanten aus Ärzteschaft, Politik und Wirtschaft von links und rechts des Rheins im Hotel Nassauer Hof versammelten...


Die Preisträgerinnen 2009

Dr. Annette Affolter (m.) freut sich über den Alexander-Karl-Preis, Biologin Verena Fetz (l.) erhielt einen
Förderpreis. Foto: Heiko Kubenka.


von Kurt Buchholz, Mainzer Allgemeine Zeitung, erschienen unter der Rubrik KREBSFORSCHUNG
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Kampf dem Krebs mit aller Macht


04. November 2009

Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals vergibt Stipendien/Jährlich 16 000 Neuerkrankungen

Die Stiftung Tumorforschung Kopf-Hals gibt nicht auf. Seit sechzehn Jahren stützt und fördert sie bahnbrechende,
zukunftsweisende Neuentwicklungen und Behandlungsmethoden in der Krebsforschung, um die lebens- bedrohenden Risiken der Krankheit zu mindern oder ganz zu beseitigen.

Das geschieht vor allem durch Förderpreise, Pilotstudien und Projektanreize, mit denen die Stiftung junge deutsche Wissenschaftler in Forschung und Lehre begleitet. Doch so erfolgversprechend und innovativ die Ergebnisse im einzelnen auch seien, soviel bleibe noch zu tun, berichtete Stiftungs-Vorstandsmitglied Professor Dr. Wolf Mann (Mainz) während eines Kuratoriumtreffens in Wiesbaden, zu dem sich Repräsentanten aus Ärzteschaft, Politik und Wirtschaft von beiden Seiten des Rheins im Hotel Nassauer Hof versammelt hatten...


Kuratoriumssitzung 2009

Die Preisträgerinnen zeigen stolz ihre Urkunden: Von links Dr. Annette Affolter (Universitätsmedizin HNO-
Klinik Mainz), Verena Fetz (Universitätsmedizin HNO-Klinik Mainz) und Prof. Dr. Nicole Rotter, Leitende
Oberärztin der Uni-Klinik Neu-Ulm. Richard Patzke (ganz rechts), Vorsitzender der Stiftung Tumorforschung
Kopf-Hals, und weitere Vorstandsmitglieder gratulieren. Foto: RMB/Heiko Kubenka 

von Kurt Buchholz, Wiesbadener Tagblatt, erschienen unter der Rubrik MEDIZIN
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Interview - Periskop: „Studien wenig aussagekräftig“


26. Oktober 2009

Mediziner hält die Sorge vor Nanoteilchen für übertrieben

FOCUS: Das Umweltbundesamt warnt Konsumenten vor Produkten, die Nanomaterialien enthalten. Ein guter Rat?
Roland Stauber: Er scheint übertrieben. Nach derzeitigem Wissen ist die Bedeutung der Technologie groß, die Gesundheitsgefahr aber nicht klar. Niemand weiß, ob einzelne Nanoteilchen in den Körper vordringen und wie sie Schäden anrichten können. Viele Studien, die Gesundheitsfolgen zeigen, waren wenig aussagekräftig.
FOCUS: Es gibt aber Hinweise auf Lungenschäden wie bei Asbest...
Satuber: Wenn Nanoteilchen zu Röhren zusammengesetzt werden, die Asbestfasern ähneln, sind Schäden zu erwarten. Hier bewegen wir uns nicht mehr im Nanobereich, die Röhrchen sind tausendfach größer.
FOCUS: Selbst Nanoteilchen in Lebensmitteln oder Reinigungssprays sollen unbedenklich sein?
Stauber:
Magen-Darm-Trakt und Lunge sind in der Tat die Eintrittspforten. Aber bisher deutet alles darauf hin, dass die Winzlinge im Körper zusammenklumpen - und ihre besonderen, möglicherweise gefährlichen Eigenschaften verlieren.
 
Aktuelle Ausgabe des Magazins FOCUS                  Prof. Dr. Roland Stauber

Nano-Medizin: Roland Stauber, 46, forscht an der Uni Mainz.
 Foto: Sascha Kopp.
 
Quelle: FOCUS Magazin Nr. 44/2009, Rubrik Periskop, Seite19

FOCUS Interview





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